Stadtwerke Bexbach: Freibad Hochwiesmühle

Kein Bäderbetrieb 2026 - Hohe Zukunftsinvestitionen geplant

Bereits in der vergangenen Woche wurde seitens der Stadtwerke Bexbach GmbH mitgeteilt, dass das Freibad Hochwiesmühle, das in seiner derzeitigen Substanz fast 70 Jahre alt ist, zeitnah saniert werden muss. In den letzten Jahren wurden an zahlreichen Stellen hohe finanzielle Mittel in das Freibad investiert. Im nächsten Schritt stehen nun Erneuerungsarbeiten an, die nur außerhalb des laufenden Badbetriebes möglich sind. Eine Durchführung der Arbeiten während der „Winterpause“ war aufgrund der Witterungsverhältnisse ausgeschlossen. Bereits bei Saisonende 2025 wurde an zahlreichen Stellen akuter Handlungsbedarf festgestellt, die im Dezember dem Aufsichtsrat bei einer Ortsbegehung dargelegt wurden. Seither liefen bautechnische Analysen und Planungen.

Auf einen Blick: Akuter Sanierungsbedarf
Die größten Herausforderungen sind bereits seit geraumer Zeit Wasserverluste (in der Spitze bis zu 80 m³/Tag, was dem halben Jahresbedarf einer 5-köpfigen Familie entspricht), deren Grund bisher nicht ausfindig gemacht werden konnte. Bei der Fehlersuche wurden nun Mängel an der Statik des Technikgebäudes festgestellt, unter anderem diverse Risse von bis zu 1,5 cm. Dieses wurde mit baulichen Standards der 1950er-Jahre gebaut und befindet sich in einem Zustand, der die Sicherheit für die Besucherinnen und Besucher sowie auch des Personals, nicht gewährleisten kann. Eine Absenkung des Gebäudes kann nicht generell ausgeschlossen werden. Hinzu kommen fehlende Pläne, die die Planungen und Berechnungen erschweren.

In einer Sitzung des Aufsichtsrates der Stadtwerke Bexbach GmbH am 27.04.2026 stellte der externe Gutachter vom Ingenieurbüro SBS die
Handlungsfelder vor, die seit Dezember 2025 ausgearbeitet werden. Aus gutachterlicher Sicht wurde empfohlen, die bestehenden Mängel zur
Sicherung des Bäderbetriebes umgehend abzuarbeiten und von einem  Badbetrieb 2026 abzusehen. Auch Übergangslösungen, die eine
vorübergehende Absicherung des Gebäudes beinhalten, wurden geprüft und stünden in keinem Verhältnis zu den potenziellen Gesamtkosten der
grundlegenden Sanierung. Auch diese Arbeiten würden im Übrigen mit Planung mehrere Monate andauern und einen Badbetrieb 2026 nicht
ermöglichen.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 27.04.2026 beschlossen, dieSanierung umgehend in die Wege zu leiten und das Freibad in der Saison 2026 nicht zu öffnen. Stadtwerke-Geschäftsführer Prof. Rudolf Friedrich: „Nach 70 Jahren erfolgreichem Bäderbetrieb ist eine Sanierung in der Größenordnung unumgänglich und üblich. Wir investieren in die Zukunft unseres Freibades“. Seit mehreren Monaten laufen Gespräche mit potenziellen Zuschussgebern sowie Investoren. Aufsichtsrat und Geschäftsführung verbindet fraktionsübergreifend das Ziel, dass das Freibad Hochwiesmühle gestärkt aus der Sanierung hervorgeht. „Wir haben eines der schönsten Freibäder der Region. Das wollen wir erhalten und weiter ausbauen. Hier setze ich mich auch als Mitglied der AG Bäder des saarländischen Städte- und Gemeindetages für eine faire Verteilung der Schwimmbadgelder des Sondervermögens unter den saarländischen Bädern ein.“, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke
Bexbach GmbH, Bürgermeister Christian Prech.

Entgegen der kursierenden Gerüchte wird das Solarfreibad Limbach zeitnah in die Saison starten. Prof. Friedrich abschließend: „Wir hatten bereits Kontakt zur Gemeinde Kirkel als Betreiberin. Die Gemeinde will, insbesondere bei ihren personellen Planungen, versuchen, nach ihren Möglichkeiten zu berücksichtigen, dass viele Bexbacherinnen und Bexbacher das Bäder-Angebot in Limbach annehmen werden. Selbstverständlich werden wir im Gegenzug in den kommenden Jahren im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen, wenn Limbach seine notwendigen Sanierungen abarbeitet.“

Auf einen Blick:
Wird das Bad wieder geöffnet?
Eine Schließung steht nicht zur Debatte. Geschäftsführung und Aufsichtsrat stehen geschlossen zum Betrieb des Freibades Hochwiesmühle.

Gibt es ein Konzept für das Freibad?
Bereits seit einigen Monaten laufen konstruktive Gespräche mit einem Bäderbau-Generalunternehmer. Die ersten Ergebnisse in Hinblick auf eine
(Teil-)Sanierung, bzw. Kompletterneuerung werden dem Aufsichtsrat Mitte Mai vorgestellt.

Warum wird die vorübergehende Schließung erst jetzt kommuniziert?
Bei Ende der Badesaison 2025 wurden neue Mängel, insbesondere in der Substanz des Technikgebäudes festgestellt. Der Aufsichtsrat wurde hierüber umgehend informiert; im Dezember fand eine Begehung statt. Seither analysiert ein externer Gutachter die Schadenslage. Diese Arbeiten sind nicht zuletzt aufgrund fehlender Baupläne aus den 1950er-Jahren, sehr aufwändig.

Warum ist keine Sanierung im Betrieb möglich?
In den vergangenen Jahren wurde an zahlreichen Stellen in das Freibad investiert. Die Arbeiten waren immer in der Wintersaison oder im laufenden
Betrieb möglich. Da jetzt in die Substanz investiert wird, ist eine Schließung unumgänglich. Die Arbeiten können aufgrund der Witterungsverhältnisse
auch nicht in die Wintersaison gelegt werden. 

Wie lange dauert die Sanierung?
Der Aufsichtsrat ist übereingekommen, dass eine Wiedereröffnung 2027 angestrebt wird. Ein genauer Zeitpunkt kann jedoch erst festgelegt werden,
wenn das vorgenannte Gutachten und Bäderkonzept vorliegen.

Woher kommt das Geld für die Sanierung?
Bürgermeister Christian Prech setzt sich in der AG Bäder des saarländischen Städte- und Gemeindetages für eine faire Verteilung der Bädergelder des Sondervermögens Infrastruktur im Saarland ein. Die Stadtwerke Bexbach GmbH als Betreiberin des Freibades stellt selbstverständlich Finanzmittel zur Verfügung. Gleichzeitig werden Beteiligungen Externer geprüft.