Abrissplanung der Höcherberg-Halle läuft auf Hochtouren

Als die Höcherberg-Halle im Jahr 1973 genehmigt wurde war nicht abzusehen, wie sich das Klima in den Folgejahren verändern würde. Das Thema Hochwasser spielte damals noch keine Rolle.
Während der großen Überschwemmung im Jahr 1999 wurde der komplette Keller der Halle überflutet. Das Wasser stand teilweise fast zwei Meter hoch. In den Jahren 2010 und 2013 war infolge des Starkregens erneut der gesamte Keller einschließlich Technik betroffen. Wegen der Feuchtschäden, die sowohl durch das Hochwasser als auch durch das mehrfach reparierte und dennoch immer wieder undichte Dach entstanden sind, wegen eingeschränkter Tragfähigkeit an konstruktiv wichtigen Bauelementen sowie wegen vieler weiterer Baumängel hat der Stadtrat dann am 17. April 2018 entschieden, dass die Halle abgerissen werden soll. Noch im gleichen Jahr kam es zu einer weiteren Überflutung des Kellers durch Starkregen, sodass die Halle zum 1. Januar 2019 endgültig geschlossen werden musste.
In der Stadtratssitzung am vergangen Dienstag wurden nun richtungsweisende Entscheidungen getroffen. Einstimmig sprachen sich die Stadtratsmitglieder für die von der Verwaltung vorgeschlagene Lösung aus. Der Bereich zwischen der Straße „Am Sportpark“ und dem Bexbach wird als Flutmulde zum Schutz der Bexbacher Bevölkerung im Falle eines 100-jährigen Hochwasserereignisses genutzt. Die Ausführung der Flutmulde erfolgt im Zuge des Abbruchs der Höcherberg-Halle.
Bürgermeister Christian Prech war sehr zufrieden mit dem Abstimmungsergebnis. „In der heutigen Sitzung haben wir  einstimmig mit der Entscheidung zum Abriss der Höcherberg-Halle die Weichen für den Neubau einer bedarfsgerechten Halle  für die Bexbacher Bürgerinnen und Bürger gestellt. Noch in diesem Jahr wird die Abrissplanung fertiggestellt und es kann nun zügig weiter gehen“, ist sich der Bürgermeister sicher. Diese Maßnahme kann sowohl seitens des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport im Rahmen der Städtebauförderung im Programmteil „Aktive Stadt- und Ortsteilszentren“ als auch seitens des Ministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz gefördert werden.