On-Demand-Verkehr: Raum Bexbach-Homburg nimmt nächste Hürde

Die Planungen für einen neuen On-Demand-Verkehr im Raum Bexbach-Homburg kommen einen wichtigen Schritt voran. Die Projektskizze des Saarpfalz-Kreises wurde im Rahmen des Förderprogramms „NMOB On Demand“ vom saarländischen Mobilitätsministerium geprüft und grundsätzlich als förderfähig eingestuft.

Damit kann das Projekt nun in die nächste Phase gehen. Der Saarpfalz-Kreis wurde aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag einzureichen. Erst nach dessen Prüfung kann abschließend über die Förderung und deren Höhe entschieden werden. Ein konkreter Termin für den Start des neuen Angebots steht deshalb derzeit noch nicht fest.

Geplant ist ein rund 24,2 Quadratkilometer großes Bediengebiet im Raum Bexbach-Homburg. Das Angebot soll insbesondere Wohnbereiche, die bislang nicht optimal an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sind, besser mit den wichtigen Bus- und Bahnknoten verbinden.

Für Bexbach sind dabei unter anderem Kleinottweiler und Bereiche im Osten der Stadt vorgesehen. Gleichzeitig sollen auch Gewerbegebiete besser erreichbar werden. Am Wochenende soll das Bediengebiet erweitert werden und unter anderem Niederbexbach sowie die Kirkeler Ortsteile Altstadt und Limbach einbeziehen.

„Für Bexbach ist das ein wichtiger Schritt. Gerade dort, wo der klassische Linienverkehr nicht jede Verbindung abdecken kann, kann ein On-Demand-Angebot eine sinnvolle Ergänzung sein“, sagt Bürgermeister Christian Prech. „Wichtig ist jetzt, dass die nächsten Schritte im Förderverfahren zügig angegangen werden. Wir werden die weitere Entwicklung proaktiv begleiten.“

On-Demand-Verkehre funktionieren nach dem Prinzip „Fahren auf Bestellung“. Fahrgäste können eine Fahrt innerhalb des festgelegten Bediengebiets nach Bedarf buchen. Das Angebot soll dabei nicht den bestehenden öffentlichen Nahverkehr ersetzen, sondern diesen ergänzen und insbesondere als Verbindung zu Bus und Bahn dienen.

Neben dem Projekt im Raum Bexbach-Homburg wurden auch Projektskizzen für On-Demand-Angebote in Nonnweiler und Schiffweiler positiv bewertet. Alle drei Projektträger können nun die förmlichen Förderanträge vorbereiten.